Teufel bewirbt seine Cinebar Pro als „für Filmfans das Größte“. Ob wir uns dieser Meinung anschließen? Wir haben den TV angeworfen und eine lange Film- und Seriensession veranstaltet, um das beurteilen zu können. 

Mit einer Länge von 1,20 Metern gehört die Cinebar Pro zu den größten ihrer Art. Ob der Klang davon profitiert? Oder wurde hier einfach nur dick aufgetragen? Der zum Set dazugehörige T10 Subwoofer macht mit seinen 48 Zentimetern (cm) Höhe bei 35 cm Breite jedenfalls einen wuchtigen Eindruck. Allerdings kann seine Breite auch 48 Zentimeter betragen. Denn der T10 lässt sich als Downfire oder Frontfire betreiben. Je nachdem, wie die Füße montiert werden, ragt er in die Höhe oder geht in die Breite. Für unseren Test haben wir uns für die Downfire-Variante entschieden, da diese eine flexiblere Aufstellung im Raum erlaubt.

Anschlüsse ohne Ende

Nachdem wir die Cinebar Pro auf ihren Fuß geschraubt haben, fallen uns die vielen Anschlüsse an der Rückseite auf. Neben zwei digitalen Eingängen fi nden wir zwei Klinkeneingänge sowie einen Ausgang. Dazu gesellen sich vier HDMI-Eingänge und natürlich der Ausgang zum TV via HDMI. Mit dem Internet verbindet sich die Soundbar per WLAN und unterstützt dabei auch Chromecast. Außerdem hat sie Bluetooth integriert. Mit dem Subwoofer T10 konnektet sich die Soundbar übrigens kabellos. Das geschieht nach dem Einschalten von ganz allein.

Teufel hat ganze acht Lautsprecher in der Cinebar Pro untergebracht. Davon feuern zwei der sechs Mitteltöner aus der Seite. Die restlichen vier gruppieren sich frontal. Im dazugehörigen Subwoofer arbeitet ein 25 Zentimeter messender Tieftöner, der einen maximalen Schalldruck von 115 db auf einen Meter Abstand erzeugen kann. Sein Frequenzgang startet bei 37 Hertz und endet bei 200 Hertz.

Subwoofer der Teufel Cinebar Pro

Der Subwoofer kann als Front- oder Downfire betrieben werden. Je nachdem, an welcher Seite die Füße montiert werden

Steuerung

Ein Kompliment müssen wir Teufel für die wirklich gute Fernbedienung machen. Sie liegt nicht nur fantastisch in der Hand und ist qualitativ sehr gut verarbeitet, sie ist auch absolut intuitiv. Jeder, der schon einmal ein Audiogerät per Fernbedienung gesteuert hat, wird mit ihr zurechtkommen. An der Front der Soundbar sind noch vier Bedientasten untergebracht, falls mal die Fernbedienung nicht in Reichweite ist. So können wir sie schnell ein- und ausschalten oder die Quelle wählen. Daneben lässt sich die Lautstärke regeln. Außerdem ziert eine Anzeige die Front des Gerätes, die jederzeit über die gerade anliegende Funktion Auskunft erteilt.

Display der Teufel Cinebar Pro

Das Display zeigt alle gerade ausgeführten Funktionen in auch aus der Entfernung sehr gut lesbaren Buchstaben an

Im oberen Bereich der Fernbedienung finden wir die wohl aufregendste Funktion der Cinebar Pro. Hier können wir nämlich, neben der Wahl des Raumklangsystems die Ausgestaltung der akustischen Breite des Signals ansteuern. Das nennt Teufel Dynamore. Häufig bringen solche Funktionen keinen oder nur einen kleinen Effekt. Dieser Teufel schafft es aber. Die räumliche Ausbreitung ist gerade in der Einstellung „Ultra“ enorm.

Wir probieren es mit diversen Serien und Filmen von Blu-ray und auf Netflix aus. Sie bekommen eine Plastizität, als hätten wir tatsächlich ein paar zusätzliche Lautsprecher im Raum hängen. Gut, wirklich von hinten kommt der Ton trotzdem nicht, aber die Cinebar lässt uns im Klang baden. Unterstreicht wird das durch den kraftvollen Subwoofer, der wirklich jede Explosion und jeden Schusswechsel zum Bass-Erlebnis macht. Kleiner Hinweis: Bei sprecherlastigen Sendungen wie Nachrichten oder Shows ist der Klang besser, wenn hier auf den Effekt verzichtet wird.

Alltagsmusikalität

Die Cinebar Pro ist ganz klar auf die Wiedergabe von Sprache und Geräusche ausgelegt. Der Detailreichtum ist gerade bei aufwendig inszenierten Soundkulissen wirklich bemerkenswert. Wir hören quasi jeden Tropfen eines Regenschauers separat auf den Boden platschen. Bei der Wiedergabe von Musik klingt sie dann doch eher technisch kühl. Wobei auch hier wieder die Details ins Ohr springen. Die werden wirklich hervorragend ausgearbeitet. Das fällt uns nochmal besonders auf, als wir von Musik auf ein Hörspiel wechseln. In der Dynamore-Einstellung „Ultra“ laufen die Figuren quasi durch den Raum, während sie miteinander reden. Toll!

Test: Teufel Cinebar Pro - Weite Klangwelten für Film und Serie
Die Teufel Cinebar Pro ist genau die richtige Wahl für alle, die auf hervorragenden Fernsehton mit ungeheurem Detailreichtum Wert legen. Ihr kabelloser Subwoofer trägt zum vollendeten Filmgenuss durch kraftvolle Bässe bei. Als Ersatz-Anlage für High-End-Musikgenuss sehen wir sie nicht, da es dafür an Fülle und Wärme fehlt. Ihre Dynamore-Funktion gibt dem Klang ein echtes Surround-Ambiente, ohne dass weitere Lautsprecher im Zimmer notwendig werden.
Wiedergabequalität88%
Ausstattung/Verarbeitung90%
Benutzerfreundlichkeit100%
Vorteile
  • sehr hohe, detailreiche Räumlichkeit
  • digitale wie analoge Anschlüsse
  • kraftvoller Bass mit viel Reserve
Nachteile
  • Musikwiedergabe fehlt etwas Wärme und Fülle
90%Gesamtergebnis
Leserwertung: (27 Votes)
55%

Bildquellen:

  • Teufel Cinebar Pro – Subwoofer: Bild: Auerbach Verlag
  • Teufel Cinebar Pro – Display: Bild: Auerbach Verlag
  • Teufel Cinebar Pro: Bild: Auerbach Verlag