Gleich 3 Soundbars schicken wir für diesen Test ins Rennen, die Sonos Beam (2. Generation), die Bose Smart Soundbar 900 und die Teufel Cinebar One. Wer siegt beim Kampf um die Spitze des Heimkino-Sounds?

Für unseren Soundbar Vergleichstest werden alle Geräte ohne zusätzlichen Subwoofer getestet. Weiterhin sorgen wir für die Nachvollziehbarkeit, indem wir den Test in acht Rubriken unterteilen. In jeder verteilen wir drei, zwei oder einen Punkt. Am Ende zählen wir zusammen und ermitteln so den Sieger. Wer macht das Rennen um die beste Soundbar 2022? Sonos mit der Beam in der 2. Generation, Bose mit der neuen Smart Soundbar 900 oder Teufel mit dem Dauerbrenner der Cinebar One. Let’s go!

Design und Verarbeitung

So eine Soundbar ist ja nicht nur ein Klangproduzent, sie ist auch ein Blickfang, denn meist steht sie an exponierter Stelle im Fernseh- bzw. Wohnzimmer. Da spielt also das Design schon eine wichtige Rolle. 

Die Teufel Cinebar One Soundbar ist in der Beziehung sicherlich das unauffälligste Gerät. Sie misst Test ja gerade einmal 35 Zentimeter in der Breite. Ihre Verarbeitung geht in Ordnung, auch wenn sie praktisch vollständig aus Plastik besteht. Insgesamt macht sie aber einen stabilen Eindruck, wenn auch nicht besonders hochwertig. Dafür fehlen ihr einfach Gewicht und eine ansprechende Haptik.

Teufel Cinebar One Test Review Soundbar black 2022
Optisch und haptisch kann die Teufel Cinebar One am wenigsten Eindruck machen

Die Sonos Soundbar besteht ebenfalls aus Kunststoff, der allerdings einen sehr hochwertigen Eindruck macht. Beim Anheben der Beam haben wir schon das Gefühl, ein sehr gut gemachtes Stück Technik zu berühren. Auch das typische Sonos-Design bezaubert auf den ersten sowie zweiten, dritten und vierten Blick. Ja, so muss eine Soundbar aussehen – irgendwie unauffällig, aber doch absolut ansprechend. Und auch von der Größe her passt es. 65 Zentimeter in der Breite machen sich selbst vor kleinen TV-Geräten richtig gut.

Sonos Beam Test Review Soundbar black 2022
Hochwertiger Kunststoff und ein gelungenes Design machen die Sonos Beam zu etwas Besonderem

Die Bose Smart Soundbar 900 ist mit 104 Zentimetern Breite ein echter Klangbalken. Da sie aber nur 11 Zentimeter in der Höhe misst, fällt auch sie nicht weiter auf. Wie die Beam setzt sie auf sehr hochwertigen Kunststoff und edelt Alles mit einer Glasabdeckung auf der Oberseite ab. Das sieht wirklich gut aus, selbst wenn sich darauf Staub und Fingerabdrücke sehr schnell sammeln.

Bose Smart Soundbar 900 Test Review Soundbar black 2022
Bei der Bose Smart Soundbar 900 gefällt uns das Design ebenfalls. Doch warum die staub- und fingerabdruckanfällige Oberfläche?

In der ersten Runde unseres Soundbar Tests fällt es schwer, einen Sieger zu ermitteln. Immerhin gefallen uns Sonos Beam wie Bose Smart Soundbar 900 ausgezeichnet. Wir entscheiden uns dann aber doch für die Sonos, da ihr Design ein wenig alltagstauglicher – Stichwort: Fingerabdrücke – ist. Sie erhält drei Punkte. Die Bose bekommt zwei und die Teufel Soundbar einen Punkt.

Lieferumfang

Bei Sonos bekommen wir ein HDMI Kabel und einen HDMI auf Optisch-Adapter mitgeliefert. Die Beam Soundbar hat nämlich nur einen HDMI-Eingang und sonst nichts. Dank des Adapters können wir aber auch den TV per optischem Kabel anschließen. Halt! Einen weiteren Anschluss hat die Soundbar noch, und zwar fürs LAN. Der empfiehlt sich für schnelle Anbindung ans Internet und Heimnetzwerk. Natürlich geht das ebenso per WiFi. Allerdings gibt es kein Bluetooth, denn die Soundbar ist absolut auf das Sonos-Universum ausgelegt. Und in diesem Universum gibt es nur den Move, der auch Bluetooth beherrscht, ansonsten läuft bei Sonos-Lautsprechern alles übers WiFi. 

Wobei der Verzicht nicht schlimm ist. Wir können immerhin über die Sonos-App die Musik von unserem Handy direkt spielen. Auch lässt sich in der App praktisch jeder Streamingdienst der Welt integrieren. Nur die Audiothek der ARD-Radiosender fehlt leider, aber deren super Podcasts gibt es auch über andere Apps. Apple Fans freuen sich zudem über die Möglichkeit, sich via AirPlay 2 mit der Beam zu verbinden. Der HDMI-Anschluss ist natürlich eARC CEC kompatibel. 

Sonos Beam Anschlüsse Test Review Soundbar white 2022
Die Beam Soundbar geht sparsam mit Schnittstellen um. Sie hat nicht einmal Bluetooth. Es gibt nur den LAN-Anschluss (WiFi ist vorhanden) und den HDMI (eARC) Eingang. Allerdings hat Sonos ein Adapterkabel optisch auf HDMI für ältere TVs beigelegt

Die Bose Smart Soundbar 900 ist da schon großzügiger beim Lieferumfang. Ein HDMI-Kabel gehört auch hier dazu, genauso wie ein optisches Kabel. Zudem gibt es eine Fernbedienung und einen merkwürdigen Bügel, der an einen übergroßen Haarreifen erinnert. Das Ding nennt sich ADAPTiQ-Headset und ist ein Messmikrofon, was wir uns tatsächlich auf den Kopf setzen, um dann die Bose einzumessen – dazu aber später mehr. 

Wie die Sonos Beam können wir auch die Smart Soundbar 900 mit dem Internet und Heimnetzwerk via LAN und WiFi verbinden. Allerdings gibt es bei Bose auch noch Bluetooth. AirPlay 2 und Spotify Connect sind ebenfalls in dem Klangriegel integriert. Der HDMI-Eingang beherrscht eARC CEC und weiter- hin können wir via Kabel einen analogen Subwoofer anschließen und per optischen Eingang einen weiteren Zuspieler wie etwa eine Xbox oder CD-Player. 

Bose Smart Soundbar 900 -Anschlüsse Test Review Soundbar black 2022
Die Bose Smart Soundbar 900 besitzt neben dem HDMI (eARC) Anschluss, auch einen Eingang fürs LAN sowie eine optische Schnittstelle. Die Klinken-Anschlüsse sind fürs Messmikro, einen kabelgebundenen Subwoofer sowie einen IR Blaster

Die Teufel Soundbar Cinebar One (2021er Version) zeichnet sich durch den geringsten Lieferumfang aus. Es gehören eine Fernbedienung (inkl. Batterien) dazu und ein externes Netzteil – wobei das ja notwendig ist, da das Gerät sonst nicht funktioniert. 

An Anschlussmöglichkeiten bietet sie HDMI (ARC CEC) sowie einen optischen und einen analogen (3,5 mm Klinke) Eingang. Auch eine USB-Schnittstelle ist vorhanden, allerdings via Mikro-USB. Das ist doch ein wenig veraltet. Im Gegensatz zu den anderen Soundbars kann die Cinebar One nicht mit dem Internet kommunizieren, aber sie beherrscht Bluetooth 5.0. Handy, Tablet und Co. können also als Zuspieler dienen.

Teufel Cinebar One Test Review Soundbar black 2022 Rückseite
Die Cinebar One hat die meisten Eingänge im Test. Sie kann optische und analoge Signale aufnehmen. Auch eine USB-Schnittstelle ist vor-handen – allerdings mit veraltetem micro-USB-Eingang. Ins Internet kommt sie nicht, doch Bluetooth beherrscht sie

Beim Lieferumfang steht die Bose Smart Soundbar 900 am besten da. HDMI und optisches Kabel sind dabei, nebst Fernbedienung und Messmikro. Auch die Anschlussmöglichkeiten sind umfangreich, Bluetooth, WiFi, LAN etc. Sie erhält deswegen drei Punkte. Die Sonos Soundbar Beam kommt lediglich mit einem HDMI-Kabel nebst optischem Adapter daher. Sie hat nur einen HDMI- und LAN-Anschluss. WiFi beherrscht sie, dafür aber kein Bluetooth. Deswegen bekommt sie von uns einen Punkt. Die Teufel Cinebar One enthält keine Anschlusskabel. Sie hat aber viele Aux-Eingänge (Klinke, optisch, USB). Internet fehlt allerdings völlig, doch das lässt sich durch das vorhandene Bluetooth zumindest teilweise ersetzen. Deshalb bekommt sie zwei Punkte in dieser Rubrik.

Einrichtung der Soundbars

Damit eine Soundbar gut klingt, muss sie richtig auf die Raumakustik abgestimmt sein. Deshalb bieten Sonos wie Bose eine automatische Einmessung ihrer Klangriegel an. Teufel verzichtet darauf. Hier können wir den Klang nur über die Fernbedienung anpassen – also Höhen und Tiefen regeln sowie drei Soundmodi wählen.

Am besten ist die Einrichtung bei Bose gelöst. Die Funktion heißt ADAPTiQ-Einrichtung. Dafür benötigen wir das erwähnte Einmessmikro in Form eines Haarreifens. Das verbinden wir mit der Soundbar und setzen es auf den Kopf. Ja, das sieht ein wenig komisch aus, ist aber clever. Denn immerhin ist das Mikro so sehr nah an unseren Ohren und die Soundbar kann genau ermitteln, wie der Klang dort ankommt. Um die Smart Soundbar 900 einzumessen, müssen wir dann nur den Anweisungen in der App folgen.

Bei Sonos können wir mit der Sonos App und der Funktion True Play die Beam einrichten. Aber nur, wenn wir ein iOS Gerät, also ein iPhone oder iPad besitzen. Mit deren Mikrofonen ermittelt die Soundbar dann die Raumakustik und stellt sich darauf ein. Android-Geräte funktionieren aus einem einfachen Grund nicht, sie haben keine einheitlichen Mikrofonstandards verbaut – können also nicht als Messgrundlage genutzt werden. Das ist nur bei Apple-Geräten der Fall. Wer die Beam also einmessen will, braucht ein iPhone, ggf. lässt sich das ja borgen.

In puncto Einrichtung ist die Bose Smart Soundbar 900, da sie System-unabhängig eingemessen wird, klar die Siegerin. Sie erhält drei Punkte. Zwei Punkte gibt es für die Sonos Beam, da sie nur via iOS an die Raumakustik angepasst werden kann. Die Teufel erhält einen Punkt. Sie kann zwar überhaupt nicht eingemessen werden, dafür ist sie am einfachsten handhabbar. Wir müssen sie nur vor dem TV platzieren und mehr nicht.

Steuerung

Alle drei Soundbars lassen sich direkt auf der Oberseite rudimentär bedienen. Sie setzen dabei auf eine Touchsteuerung. Das ist einfach Stand der Zeit und es lässt sich daran nichts aussetzen. Am intuitivsten ist hier die Teufel Cinebar One. 

Bei ihr können wir direkt die Quelle auswählen und laut und leise machen, ohne nachdenken zu müssen. Bei Sonos und Teufel müssen wir hingegen in der Anleitung nachsehen, damit sich die direkt steuerbaren Funktionen erschließen, wobei Sonos noch mehr bietet als Bose. Bei der lässt sich nämlich nicht einmal die Lautstärke am Gerät regeln, nur der Sprachassistent kann aufgeweckt werden und das Raummikro aktiviert und deaktiviert.

Zusätzlich haben die Bose und Teufel Soundbars noch eine Fernbedienung. Sie steuert alle rudimentären Funktionen wie Standby, Lautstärke oder Quelle. Bei Teufel lassen sich damit zusätzlich die drei Sound-Modi: Movie, Music und Voice aufrufen sowie die Klangbreite erweitern. Bei Bose gibt es nur Volume und Quellenwahl plus 6 frei mit den Lieblingsmusik-Streamingdiensten belegbare Tasten.

Sonos und Bose besitzen außerdem eine App, mit der sie eingerichtet werden und über die sich die diversen Internetfunktionen ausführen lassen. Die Sonos-App ist hierbei ungeschlagen – immerhin setzt Sonos quasi auf die alleinige Bedienung ihrer Geräte via App.

Zudem können wir die Beam und die Smart Soundbar 900 via Sprachassistenten befehligen. Wer es mag und keine Datenschutzbedenken hat, der kann das gerne nutzen. Und da wir schon beim Datenschutz sind, die Apps verlangen eine Registrierung. Also werden bei Sonos wie Bose Nutzerdaten erhoben. Nur zur Info.

Die Steuerung ist bei Bose dank Fernbedienung und App wohl am gelungensten. Sonos hat aber dafür die beste App. Teufel setzt klassisch auf Gerätesteuerung und Fernbedienung. Dafür braucht niemand bei der Cinebar One Bauchschmerzen wegen des Datenschutzes zu haben. So verteilen wir hier drei Punkte an die Bose. Teufel bekommt zwei Punkte – vor allem wegen der Datensache – und Sonos einen Punkt. Wenn wir bei der Beam nämlich kein Smartphone zur Hand haben, stehen wir ziemlich dumm da.

Funktionsumfang

Bei den Anschlussmöglichkeiten hatten wir ja schon ausgeführt, dass hier die Cinebar One am besten dasteht. Immerhin können wir neben HDMI sie mit einem analogen und einem digitalen Zuspieler beglücken. Auch dient sie als externe Soundkarte via Mikro-USB. Bose und Sonos sind durch ihre Anbindung ans Internet aber wesentlich im Vorteil. 

Beide sind Multi-Room-fähig und es lassen sich die unterschiedlichsten Musik-Streamingdienste nutzen. Sie sind damit echte Multimusik-Zentralen. Des Weiteren machen die Sprachassistenten Alexa und Google die Soundbars zum Bestandteil des Smarthomes. Wir können also unserer Beam zurufen, im Schlafzimmer die Temperatur schon mal runterzuregeln, während wir noch unseren Gutenachtfilm genießen.

Da die Bose Soundbar etwas mehr Anschlüsse hat und dabei dieselben Funktionsmöglichkeiten – danke Internetanbindung und Sprachassistent – wie die Sonos, geben wir ihr drei Punkte. Die Beam erhält zwei Punkte und die Teufe Cinebar One einen Punkt.

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Auf unserem AUDIO TEST YouTube-Kanal finden Sie ein kurzes Testvideo zum großen Soundbar Test der drei Marken Bose, Sonos und Teufel.

Klang: Film

Den Klang der Soundbars testen wir einmal im Film- und TV-Ton-Bereich und als reine Musikspieler. Kommen wir also zunächst zum Film.

Theoretisch haben Sonos Beam wie Bose Smart Soundbar 900 Dolby Atmos integriert. Die Teufel Cinebar One setzt auf Dolby Digital. Allerdings haben wir bei unserem Test festgestellt, dass wirklich nur die Bose Atmos wahrnehmbar zu Gehör bringt. Die Beam schafft es ausschließlich in homöopathischer Dosis. Das heißt, wenn wir wissen, dass das jetzt gerade Atmos ist, dann hören wir es auch. 

Machen wir einen Blindtest, hören wir bei den meisten Soundkulissen keinen Unterschied zwischen Atmos und „normalen“ Dolby. Nur manchmal wirkt die Klangbühne etwas breiter, aber eine Höheninformation vermissen wir darin. Die Beam hat zudem keine Lautsprecher auf der Oberseite, kann also nur mittels ihrer Front- und Seitenlautsprecher das Atmos simulieren. Das gelingt ihr in der Realität unbefriedigend.

Dafür klingt die Sonos Beam sehr voll und groß. Ihr Bass ist wirklich mächtig und wundervoll ausbalanciert. Es macht Spaß mit ihr Filme zu sehen, denn die Stimmen sind klar, die Soundeffekte sehr gut zu orten und die Atmosphären klingen richtig lebendig. Auch wirkt alles sehr dreidimensional und das obwohl, keine Rear-Lautsprecher vorhanden sind. Für Dolby Digital ist sie ideal gewappnet, doch Atmos ist eher ein Werbeversprechen, als real nachzuvollziehen.

Die Bose schafft es, Dolby Atmos hörbar lebendig werden zu lassen. Der Klang kommt jetzt zwar nicht von der Decke, aber eine Höheninfo ist durchaus wahrnehmbar. Überhaupt wirkt die Klangbühne der Smart Soundbar 900 sehr weit und tief. Sie ist sehr luftig und transparent und macht Filmton zu einem wahren Genuss. Und auch die Bässe wummern richtig rein. Einen Subwoofer braucht hier niemand. 

Nein, beim Filmton macht der Bose Soundbar in Sachen Dreidimensionalität, Höheninformation, Klarheit und Luftigkeit niemand etwas vor. 

Die Teufel Soundbar klingt, welch Wunder, beim Film am besten, wenn wir ihren Filmmodus aktivieren. Zudem sollte die Dynamore Ultra Technologie genutzt werden. Sie verleiht der kleinen Soundbar eine deutlich wahrnehmbare Breite. Da wird der normale Fernsehton gleich richtig groß, obwohl das Gerät physisch gesehen ja klein ist. Natürlich wummern die Bässe schön tief, ganz Teufel-typisch. Die Stimmen sind durchsetzungsstark und Geräusche und Atmosphären haben eine gewisse Dreidimensionalität. Das gefällt uns.

Die Punkteverteilung ist hier schwierig. Bose ist klar der Sieger und erhält drei Punkte. Doch wir schwanken zwischen Sonos und Teufel beim zweiten Platz, immerhin kostet die Teufel deutlich weniger als die Sonos. Da kann man den Klang nicht 1:1 vergleichen. Deshalb geben wir beiden 2 Punkte.

Klang: Musik

Beim Thema Musikwiedergabe setzt Bose auf seine bekannte Leichtigkeit des Sounds mit einem fundiertem und gut strukturiertem Bassfundament. Das kennen alle, die etwa einen Bosekopfhörer ihr Eigen nennen. Und genau wie bei diesen fehlt uns ein wenig der „Bauch“ – sprich in den unteren Mitten bzw. oberen Bassbereich vermissen wir den Druck. Das lässt die Musik ein wenig blass erscheinen. 

Sonos geht genauso leicht und transparent an die Musikwiedergabe, aber denkt an den „Bauch“. Dadurch klingt die Soundbar kraftvoller und einfach musikalischer. Sie ersetzt tatsächlich ein hochwertiges Paar Stereo-Lautsprecher inkl. Verstärker. Da hören wir glatt mehrere Alben durch, ehe wir uns an die Teufel wagen. 

Die Cinebar One ist beim Musik-Klangtest eine Enttäuschung. Sie klingt relativ muffig und eng. Wenn wir die Enge mit der Dynamore Ultra Technologie verlassen wollen, so wird die Soundbar in den Mitten zu spitz und das Klangbild wirkt verzerrt. Auch die EQ-Einstellung Musik hilft da nicht weiter. 

Zur Musik-Berieselung ist sie durchaus geeignet, wer aber in Ruhe und mit Genuss der Musik lauschen will, wird eher enttäuscht. So ergeben sich drei Punkte für Sonos, zwei für Bose und ein Punkt für Teufel in der vorletzten Runde.

Soundbar Preis-Leistungs-Sieger

In dieser Rubrik einen Sieger zu wählen, fiel nicht leicht. Eigentlich müsste er Teufel heißen, denn die Cinebar One kostet 300 Euro. Sie ist also am preiswertesten in diesem Test und bietet viele Anschlüsse und einen guten Film- ton. Doch wenn wir ehrlich sind, diesen Ton haben wir exakt in der gleichen Qualität bei etlichen Soundbars der Preisspanne 100 bis 150 Euro schon gehört. Die Teufel ist also, obwohl am preis- wertesten, deutlich überteuert. 120 Euro wären ein fairer Preis für das gebotene Klangerlebnis. Deshalb bekommt sie einen Punkt.

Die Bose ist mit knapp 1 000 Euro die teuerste Soundbar im Test und gerade im Bereich Filmton-Klang unschlagbar. Auch Multiroom, Streaming etc. stehen ihr gut zu Gesicht. Doch die Sonos kostet nur die Hälfte und bietet ebenfalls sehr guten Kinoklang und richtig guten Musik-Sound. Deshalb geben wir der Beam hier drei Punkte und der Smart Soundbar 900 zwei Punkte.

Fazit des Sounbbar-Vergleichs

Die klare Siegerin unseres Vergleichstest ist die Bose Smart Soundbar 900. Sie erreicht 21 Punkte und bezaubert uns durch ihren Funktionsumfang und den tollen Kinosound. Der drückt sich etwa in der Höheninformation bei der Dolby Atmos-Wiedergabe aus und der luftigen Transparenz aller Klänge. Zudem ist sie dank Multiroom im modern vernetztem Zuhause richtig aufgehoben.

Die Sonos Beam belegt den wohlverdienten zweiten Platz mit 17 Punkten. Sie passt ideal ins Sonos-Universum und ist vor allem für Musikfans, die auch auf sehr guten Filmton Wert legen, ein echter Tipp. Ihr Preis-Leistungsverhältnis ist optimal. 

Die Teufel Cinebar One kommt mit 11 Punkten auf den dritten Platz. Sie macht beim Film alles richtig, konnte uns aber bei der Musikwiedergabe nicht ganz überzeugen.

Preis und Verfügbarkeit

Alle getesteten Soundbars sind im gut sortieren Fachhandel oder direkt über die Hersteller-Webseiten erhältlich. Die Sonos Beam Soundbar (2. Generation) gibt es zum Preis von 499 Euro (UVP) zu kaufen. Die Bose Smart Soundbar 900 wird für einen Preis von 999,95 Euro (UVP) offeriert. Die Teufel Cinebar One ist aktuell zum Preis von 249,99 Euro direkt bei Teufel erhältlich.

Webseite: teufel.de / sonos.de / bose.de

Anmerkung: Dieser Testbericht erschien zuerst in AUDIO TEST Ausgabe 01/2022

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Test: Sonos Beam (Gen. 2), Bose Smart Soundbar 900 und Teufel Cinebar One - Soundbar-Vergleich

Bose Smart Soundbar 900

Die Bose Smart Soundbar 900 ist ein wahrer Heimkinoton-Spezialist. Ihr Dolby-Atmos ist überzeugend, sodass Soundkulissen und Stimmen sehr plastisch erschallen. Auch ihre Einrichtung ist dank beigelegten Messmikro einfach und elegant. Die Anschlussvielfalt und das Multiroom tragen ihr Übriges zum verdammt guten Gesamteindruck bei.

Sonos Beam

Die Beam der 2. Generation von Sonos macht als kompakte Soundbar auch ohne Subwoofer viel richtig. Ihr Klang im Heimkino ist transparent und sehr dreidimensional. Nur die Höheninformation des Dolby Atmos vermissen wir. Dafür macht sie bei der Musikwiedergabe wirklich alles richtig und das zu einem richtig leckeren Gesamtpreis.

Teufel Cinebar One

Mit der Cinebar One hat Teufel eine wirklich kleine, aber dafür groß klingende Soundbar im Programm. Ihre Basskraft ist beeindruckend. Kinoton bringt sie lebendig und mit einer gewissen Tiefe zu Gehör. Für die Musikwiedergabe ist sie allerdings weniger geeignet und ihr Preis-Leistungsverhältnis könnte besser sein.

Bose Smart Soundbar 90093%
Sonos Beam (2. Gen.)91%
Teufel Cinebar One83%
89%Gesamtwertung
Leserwertung: (9 Votes)
42%

Bildquellen:

  • Teufel Cinebar One: Auerbach Verlag
  • Sonos Beam: Auerbach Verlag
  • Bose Smart Soundbar 900: Auerbach Verlag
  • Sonos Beam Anschlüsse: Auerbach Verlag
  • Bose Smart Soundbar 900 -Anschlüsse: Auerbach Verlag
  • Teufel Cinebar One Anschlüsse: Auerbach Verlag
  • Sonos Beam (Gen. 2), Bose Smart Soundbar 900 und Teufel Cinebar One: Auerbach Verlag