Die Reference Class stellt beim Kabel-Experten Avinity den krönenden Abschluss am oberen Ende ihres Kabelsortiments dar. Gemäß dem aktuellen Themenschwerpunkt widmen wir uns dem Phono-Cinch Kabel der Avinity-Serie.

A Class Of Its Own

Wie viel Zeit verbringt man doch damit die Komponenten für das perfekte HiFi-System zusammenzustellen. Verstärker werden recherchiert, Plattenspieler beim Fachhändler getestet und Lautsprecher bei Freunden zur Probe gehört. Und nach all dem Aufwand verbindet dann doch häufig irgendein ab Werk mitgelieferter Klingeldraht die aufwendig kuratierte Anlage. Obwohl das Thema Kabel eigentlich nicht erst seit gestern im Lichte der Öffentlichkeit, beziehungsweise der geneigten Hörer steht. Zum Glück gibt es Hersteller wie Avinity aus Monheim, die sich exakt dieser Thematik verschrieben haben und eine Vielzahl an Lösungen für alle denkbaren Ansprüche und Szenarien bieten. Vom Cinch bis zum USB-C Kabel.

Die absolute Königsklasse im Sortiment des Herstellers stellt dabei dessen Reference-Class dar, in die laut Avinity nicht nur volle drei Jahre Entwicklungszeit, sondern auch etliche Nachtschichten geflossen sind. Was liegt da näher als sich für unser Vinyl-Spezial ein speziell für den Anschluss von Plattenspielern konzipiertes Exemplar der Serie in den Hörraum zu holen. Wir testen Avinitys Phono-Cinch Reference Class.

Richtungsweisend

Eine Signalkette kann nur so gut sein wie ihr schwächstes Glied. Und Kabel können sich dabei etwa ob ihrer Kapazität durchaus negativ auswirken. Auch ist gerade bei unsymmetrischen Verbindungen eine Schirmung gegen elektromagnetischen Einstreuungen essentiell, will man nicht, dass allerlei Störspannungen das Nutzsignal überlagern.

Nun sind Avinity die Ersten, die selber sagen, dass es in Sachen Kabel nicht immer und für jede Anwendung zwangsläufig das Teuerste sein muss. Welche Komponenten man denn überhaupt verbindet, kann genauso ausschlaggebend sein, wie etwa die Art der gehörten Musik. Aber will man das Beste aus einer entsprechend hochwertigen Anlage herauslocken, kann es durchaus Sinn machen an dieser Stelle nicht zu knausern.

Gerade bei der Übertragung zwischen Plattenspieler und Vorstufe, zumal es hier um sehr niedrige Signalspannungen im Millivolt-Bereich geht. Die Verarbeitung unseres Testprobanden ist schon mal über jeden Zweifel erhaben. Die Stecker, im für Avinity typischen stilvollen Design, kommen nicht nur in einer schicken Mischung aus Schwarz und Gold daher und bieten mit 24-Karat hart vergoldete Kontakte, sondern machen auch den Eindruck in Sachen Steckzyklen mehr auszuhalten, als ihnen wahrscheinlich jemals abverlangt wird.

Avinity Phono-Cinch Reference Class Kabel Phonokabel Review Test Testbericht

Winkeladapter sind beim Phono-Cinch Kabel der Reference Class von Avinity dabei

Dafür spricht auch die 30-jährige Garantie, die Avinity auf seine Produkte gewährt. Nein, da hat sich keine Null rein geschmuggelt. Und da man bei den Bayern nicht nur von den eigenen Produkten überzeugt ist, sondern auch sonst mitdenkt, liegen gleich passende Winkeladapter bei. Die können in gewissen Szenarien von Anschlusskonfigurationen und schon gesteckten Kabeln ein echter Lebensretter sein.

Das Kabel ist mit einem festen Stoffgeflecht überzogen und nicht zu steif, sodass es sich noch gut verlegen lässt. Eine gleich fünffache Schirmung schützt das übertragene Signal effizient vor unerwünschten Einstreuungen. Soweit so gut. Zwei Merkmale des Reference Class Kabels stechen jedoch besonders hervor. Da wäre zum einen die Länge zu nennen. Mit bis zu 5,73 Metern hat man hier um einiges mehr an Freiheit hinsichtlich der Aufstellung des Plattenspielers, als bei den meisten anderen Phono-Kabeln. Bei Bedarf ist jedoch auch eine klassische Variante mit nur 73 Zentimetern Länge erhältlich. Zum Zweiten handelt es sich bei den Kabeln der Reference Class um richtungsgebundene Kabel mit silbervergüteten Litzen aus PC-OCC-Kupfer. Ein Pfeil an der Seite, die man an die Phonovorstufe anschließen soll, weißt weißt auf die Signalflussrichtung hin.

Purer Klang

Nun mögen die Meinungen darüber auseinander gehen, ob ab einem gewissen Punkt noch reineres Kupfer wahrnehmbare, klangliche Vorteile mit sich bringt und welche Rolle die saubere Verarbeitung des Übergangs von Kabel zu Stecker dabei hat. Was wir ohne Wenn und Aber bestätigen können, sind die exzellenten klanglichen Eigenschaften des Phono-Cinch Reference Class.

Dieses liefert ein klares und hochauflösendes Klangbild, mit scharfen Konturen und luftigen Höhen. Gerade letzteres ist, angesichts des recht langen Kabelwegs, nicht unbedingt das, was man erwartet. Aber mit unserem Testprobanden muss man sich hier absolut keine Sorgen um klangliche Einbußen machen. Das wird umso deutlicher im direkten Vergleich mit eben einem dieser besagten Beipack-Kabel. Das Avinity Kabel klingt um ein Vielfaches frischer, offener und plastischer.

Wenn Sie als Vinyl-Fan also aus ihrer ohnehin schon hochwertigen Anlage wirklich das Beste rausholen wollen, sollten Sie sich von den Qualitäten des Phono-Cinch Kabels der Reference Class von Avinity am besten selbst überzeugen. Erst recht, wenn der Weg zwischen Plattenspieler und Verstärker zu Hause etwas sein soll!

Weitere Infos unter: www.avinity-cable.com

Anmerkung: Dieser Testbericht erschien erstmalig in der Printausgabe von AUDIO TEST Ausgabe 8/2018.

Test: Avinity Phono-Cinch Reference Class Kabel
Mit dem Phono-Cinch Kabel der Reference Class löst Avinity gleich mehrere Probleme auf einmal. Hergestellt aus hochwertigsten Materialien, bietet es exzellente, klangliche Eigenschaften und liefert diese auch in der langen Ausführung, die unkonventionellere Aufstellungen der Anlage ohne klangliche Einbußen ermöglicht. Und das Ganze mit vollen drei Dekaden Herstellergarantie. Was will man mehr?
Wiedergabequalität92%
Ausstattung/Verarbeitung99%
Benutzerfreundlichkeit81%
Preis/Leistung90%
Vorteile
  • Übertragungsqualität
  • verfügbare Länge
Nachteile
  • keine
92%Gesamtwertung
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Bildquellen:

  • _MG_4241: Bild: Auerbach Verlag
  • Avinity Phono-Cinch Reference Class: Bild: Auerbach Verlag