Mobile Lautsprecher mit Bluetooth-Verbindung sind einer der Audio-Trends der vergangenen Jahre. Wer aber gleich die ganze Wiese oder gar eine Sporthalle beschallen möchte, ist bei Teufels Rockster genau richtig.

Für das Picknick ist der Rockster von Teufel wohl etwas überdimensioniert, denn mit dem Kampfgewicht von über 30 Kilogramm kommt wohl kein Picknickkörbchen klar. Gedacht ist der vom Hersteller zur Rampensau erkorene Lautsprecher zur Beschallung kleinerer Events – am liebsten im Außenbereich für Feiern oder Veranstaltungen. Denn die Ausstattung mit Rädern an der Unterseits und Hochleistungsakku im Innern sorgt für kabelloses Vergnügen. Acht lange Stunden soll eine Batterieladung halten, verspricht der Hersteller.

Ausstattung

Anschlussfreudig und regelbar Beginnen wir aber erst einmal bei der pompösen Ausstattung, die uns der Rockster bietet. An der Oberseite findet sich das von einer Klappe geschützte Mischpult. Die beiden Kanäle können hier vom Hobby-DJ gesteuert werden. Klangregler für Höhen, Tiefen, Mitten finden sich ebenso wie Lautstärkeregler, Crossfader und die Quellenschalter. Und schon sind wir bei den Quellen angelangt: Das Anschlussterminal auf der Rückseite des Rockster ist für alle erdenklichen Kombinationen ausgelegt. Zwei Bluetooth-Geräte wie ein Smartphone und ein Tablet können parallel gekoppelt werden – auf Wunsch ist die Kiste also komplett kabellos nutzbar. Kanal 1 bietet zudem einen Mono-Anschluss für Instrumente wie einer Gitarre und einen Stereo-Anschluss via Cinch, Kanal 2 hat den Mikrofonanschluss via XLR und den Stereo-Eingang via 3,5-mm-Klinkenstecker. Praktikabel ist auch der Anschluss für die externe Batterie. Eine zusätzliche herkömmliche 12-Volt-Autobatterie kann das unabhängige Audiovergnügen quasi einen ganzen Herrentag über garantieren. Zum Leben erweckter Gigant Aufgebaut ist das Schwergewicht schnell: Die vier Räder werden an die Unterseite in die vorgegebenen Gewinde geschraubt und die Batterie hinter einer separaten Abdeckung eingesetzt. Schon kann es losgehen.

Das Mischpult an der Oberseite der Rockster bietet die Grundfunktionen, um Töne aus zwei Kanälen zu regulieren und zu mischen

Das Mischpult an der Oberseite der Rockster bietet die Grundfunktionen, um Töne aus zwei Kanälen zu regulieren und zu mischen

Bedienung

Der Akku kommt bereits aufgeladen daher und über den Standby-Schalter erwacht der Rockster zum Leben. Sind keine externen Quellen gekoppelt, blinken die blauen LEDs an der Rückseite. Das Smartphone findet die beiden Eingänge als Rockster1 bzw. Rockster2 und wird problemlos ohne Eingabe eines Passwortes als Quelle akzeptiert. Soll ein neuer Zuspieler ausgewählt werden, muss nur der kleine Pairing-Taster am gewünschten Kanal gedrückt werden und eine neue Bluetooth-Quelle kann gewählt werden. Das Mischpult ist kinderleicht zu bedienen: Eine der drei Quellen wird ausgewählt und die Lautstärke hochgedreht. Mit dem Crossfader kann nahtlos von einem Kanal zum anderen überblendet werden. Steht der Regler in der Mitte, werden beide Kanäle wiedergegeben. Das ist dann sinnvoll, wenn beispielsweise Musik über Kanal 1 und Ton aus einem Mikrofon über Kanal 2 wiedergegeben werden sollen. Fortgeschrittene DJs können selbstverständlich über den Kopfhörerausgang auch unabhängig in die Kanäle reinhören, hierfür ist ein eigener Crossfader auf dem Mischpult zuständig.

Die Rückseite bietet viele Anschlussmöglichkeiten, um semiprofessionell größere Räume zu beschallen

Die Rückseite bietet viele Anschlussmöglichkeiten, um semiprofessionell größere Räume zu beschallen

Let’s rock!

Läuft die Musik, wird die Kraft des Rockster deutlich. Das System ist voll auf den Einsatz bei Events getrimmt. Die Wucht des Sounds lässt den Zuhörer fast aus den Schuhen kippen. Zuständig dafür ist der 450-Watt-Class-D-Verstärker, der einen riesigen 380-mm-Tieftonteller auf 115 dB antreibt. Das schwere Chassis ist laut Hersteller besonders straff gelagert, besitzt mächtige Schwingspulen und eine massiv verstärkte Membran. Ein leistungsstarkes Hochtonhorn sichert hohe, verzerrungsfreie Pegel. Der breite Abstrahlwinkel gewährleistet eine hohe Sprachverständlichkeit über einen weiten Bereich. Wer übrigens nicht genug rocken kann, der hat die Möglichkeit, mehrere Rockster über XLR-Kabel zu koppeln. Durch das Zusammenschalten mehrerer Systeme können größere Räume voll beschallt werden. Ein Master kann mehrere Rockster im Slave-Modus betreiben. Die Geräte können einfach in Reihe geschalten werden.

Fazit

Mit seinen gigantischen Ausmaßen und fast schon professioneller Ausstattung passt Teufels Rockster auf keine Doppelhaus-Terrasse, sondern spielt seine Stärken im weiten Außenbereich und großen Räumen aus. Das Kraftpaket ist die ideale Besetzung für musikalische Untermalung von Events oder den Auftritt von Sport- und Tanzgruppen.

Teufel Rockster: Bang Boom Bang
Wiedergabequalität96%
Ausstattung/Verarbeitung90%
Benutzerfreundlichkeit88%
Preis/Leistung92%
92%Gesamtwertung
Leserwertung: (8 Votes)
79%

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