Ohne Smartphone geht fast nichts mehr, und Kopfhörer gehören für die meisten Deutschen dazu. Rund 11,98 Millionen Exemplare gingen allein im Jahr 2017 über die realen und virtuellen Ladentische. Das ist eine halbe Million mehr als noch im Jahr davor und ein Zuwachs von fast 50 Prozent seit 2008.

Wo einst per Kopfhörer im stillen Kämmerlein Musik genossen oder beim Joggen die Lieblingshits gehört wurden, werden heute via Smartphone Filme gestreamt, Online-Games gespielt, Audiobücher gehört, Sprachen gelernt … Die Zahl der Anwendungen und Apps steigt ständig.

Um die Freiheit durch Smartphone und Kopfhörer richtig zu nutzen, steigen immer mehr Nutzer auf Bluetooth um. Kein Kabel, das verrutschen oder brechen kann, im Weg ist oder sich mit Schmuck, Kleidungsstücken und mehr verheddert – praktischer geht es zumindest noch nicht. Allerdings gibt es auch bei den Bluetooth-Kopfhörern enorme Unterschiede, was Können und Qualität anbelangt.

Ein Gerät der besonderen Art sind die Übersetzungs-Kopfhörer von Waverley Labs. In die Ohrhörer sind Mikrofone eingebaut, die die Sprache in der Umgebung aufzeichnen und per Bluetooth eine Übersetzung an das Smartphone des Nutzers schicken.

Sogar eine Konversation mit einer anderen Person ist möglich, ohne die Sprache des Gegenübers zu verstehen. Dazu muss einer der beiden Kopfhörer weitergereicht werden, und die jeweiligen Übersetzungen tauchen dann drahtlos auf den Smartphones der zwei Gesprächspartner auf. 15 Sprachen und 42 Dialekte sollen die Übersetzungs-Kopfhörer namens Pilot inzwischen erkennen.

Wer keine Sonderwünsche hat, findet vor allem unter den altbekannten Herstellern eine gute Auswahl in verschiedenen Preisklassen. Zu den teuersten Modellen gehört der in einem Computer-Bild-Test als Sieger hervorgegangene Aventho Wireless von Beyerdynamik, der durch seine erstklassige Klangqualität, gute Akkulaufzeit, gute App und einfache Touch-Bedienung überzeugte. Allerdings sind dafür noch immer mehr als 400 Euro fällig.

Ganz ohne Nackenbügel kommt das Modell Bose SoundSport Free Wireless aus, das um die 170 Euro kostet. Zu den Vorteilen des klanglich hervorragenden Kopfhörers gehört auch die Wasserdichte nach IPX4 – ideal auch bei schlechterem Wetter im Freien.

JBL und Sennheiser haben ebenfalls hervorragende Modelle im Angebot, die sogar schon unter 150 Euro zu haben sind. Dabei kam der klanglich absolut überzeugende JBL E65 im Test sogar auf eine Akkulaufzeit von 33 Stunden, allerdings ohne Noise-Cancelling. Mit aktiver Geräuschunterdrückung waren es immer noch beachtliche 20 Stunden und damit mehr als genug für das längste Online-Game oder Hörbuch.

Je länger die Kopfhörer getragen werden, desto mehr kommt es außer auf Klangqualität und Tragekomfort auch auf das Gewicht drauf an. Wer Marathonsitzungen in Erwägung zieht, sollte sich deshalb außer den traditionellen Kopfhörern auch die deutlich leichteren Ohrhörer ansehen und anhören. Schließlich soll der Spaß nicht durch ein paar Gramm zu viel belastet werden.