Bei jedem Verstärker entstehen neben der Grundfrequenz, weitere Frequenzen im Spektrum – die sogenannten Obertöne. Stehen diese im ganzzahligen Verhältnis zum Grundton, so spricht man von harmonischen Verzerrungen. Geht man beispielsweise vom Kammerton A aus, dessen Frequenz mit 440 Hertz bestimmt ist, liegt der erste Oberton bei 880 Hertz und bildet die Oktave, der zweite bei 1320 Hertz und ist die Quinte darüber. Da sich diese Töne gut is Klangbild integrieren, werden sie auch als „harmonische“ bezeichnet. Harmonische Verzerrungen sind vor allem bei Röhrenverstärkern klangformend und charakterisierend. Auch bei Instrumenten entstehen Obertöne, wobei sie maßgeblich für deren individuelle Klangeigenschaften verantwortlich sind. So klingt beispielsweise eine Stradivari anders, als  jeder Nachbau, obwohl diese vielleicht optisch identisch scheinen.

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