Die Grundierung für ein Dolby-Atmos-System bildet eine klassische 5.1- oder 7.1-Surround-Aufstellung. Ein neues System ist nicht nötig, sondern lediglich zwei bzw. vier zusätzliche Dolby-Atmos-Lautsprecher. Dolby empfiehlt vier Höhenlautsprecher, Dolby Atmos ist aber bereits mit einem 5.1.2-System möglich. Aktuelle AV-Receiver beherrschen das Format bereits und optimieren den Klang entsprechend der Lautsprecherkonfiguration. Es gibt zwei Arten von Dolby-Atmos-Speakern: Deckenlautsprecher und Dolby-Atmos-enabled Speaker. Letztere werden auf die Front- bzw. Front- und Rear-Lautsprecher gesetzt und strahlen nach oben. Von der Decke wird der Klang dann zum Hörplatz reflektiert. So schafft Dolby den 3D-Klang im wahrsten Sinne über Umwege. Die Deckenhöhe sollte dabei zwischen 2,4 und 4,3 m liegen. Unsere Erfahrung zeigt, dass der 3D-Effekt abnimmt, je höher der Raum ist. Ein neuer Blu-ray-Player ist in der Regel nicht nötig, da der AV-Receiver die Verarbeitung der Atmos-Spuren übernimmt. Ein Firmware-Update ist aber meist Pflicht.

Über den Autor

Erik Schober

Als Musiker und Dirigent verschiedener Orchester und Ensembles weiß ich genau, wie sich live die verschiedenen Instrumente und die menschliche Stimme anhört. Demzufolge habe ich hohe Erwartungen an eine Hifi-Anlage. Diesem schweren Urteil muss sich jeder Lautsprecher und das Zubehör bei mir stellen.

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