Bluetooth-Fähigkeit und Schallunterdrückung sind derzeit die beliebtesten Attribute guter Kopfhörer. Der Jam Transit City vereint das Beste aus beiden Welten zum niedrigen Preis.

Allein der Name „Transit City“ sagt alles. Diese Kopfhörer sind gemacht, um mit ihnen zu reisen und die Stadt zu erkunden. Im hektischen Alltag bleibt keine Zeit mit Kabelsalat zu kämpfen, und der nervenaufreibende Verkehrslärm soll übertönt werden. Gleichzeitig muss das Design schlicht und elegant sein und vor allem praktisch. Das ist es! Die Noise-Cancelling-Kopfhörer aus glänzendem Kunststoff in Anthrazit mit den seitlichen Bedienelementen in mattem Schwarz sind zusammenklappbar. Verstaut in einem Stoffsäckchen lassen sie sich sicher zum nächsten Ziel transportieren, falls man mal keine Musik hört. Verarbeitung und Material entsprechen dem Preis und passen sehr gut zum Namen. Leider fällt uns beim Aufsetzen auf, dass die Kopfhörer zwar sehr angenehm zu tragen sind, allerdings bei einem Kopfumfang von 56 Zentimetern nicht sehr fest sitzen. Der Komfort kommt ganz auf die Kopfform und -größe des Trägers an. In das simple Design sind auch die Bedienelemente des Jam Transit City eingebunden. Mit einem Griff an die linke Ohrmuschel lassen sich die Kopfhörer ein- und ausschalten. Dabei leuchtet ein blaues LED- Lämpchen auf und signalisiert Betriebsbereitschaft. Weiterhin können hier, mit Hilfe von Pfeiltasten, Tracks übersprungen und die Lautstärke reguliert werden. In der Mitte des Ohrhörers findet sich ein Jam Logo, bei dessen Betätigung Anrufe angenommen oder abgelehnt werden können. Ein weiteres weißes LED-Licht signalisiert die Aktivität der Schallunterdrückung, die unterhalb des Einschaltknopfes eingeschaltet werden kann. Ein Farbenwechsel der LED-Lämpchen deutet auf das Vorhandensein einer Bluetooth-Verbindung hin. Wer im Reisestress vergisst, die neuen Kopfhörer aufzuladen, wird nicht enttäuscht, ein mitgeliefertes Kabel ermöglicht die Nutzung ohne Batterie. Nach etwa zwölf Stunden kann der Akku ganz einfach mit dem mitgelieferten Netzkabel in drei Stunden wieder voll aufgeladen werden.

Musik ab!

„Na, na, na“ tönt es aus den Ohrmuscheln. Mit guter Dynamik wird der deutsche HipHop-Hit „Namika“ von der gleichnamigen Sängerin wiedergegeben. Selbst bei sehr schneller Wortfolge ist alles exzellent verständlich. Gut betont und druckvoll beeindruckt der Bass ohne die Höhen und Mitten zu verschlucken. Trotz angenehm, unaufdringlicher Höhen und tragenden Mitten, klingt die Musik etwas weit weg. Es ist fast so, als ob eine Nebelwand zwischen Ohr und Kopfhörer an der direkten Musikaufnahme hindert.Nichtsdestotrotz erzeugt der Jam Transit City mit „Fight Song“ von Rachel Platten einen satten, klaren und vollen Klang. Alle Frequenzbereiche werden ausgewogen wiedergegeben. Der weitverbreitete „übermäßig-starker-Bass“-Virus hat diese Kopfhörer nicht befallen. Bei diesem Lied sollten die Höhen zwar weich klingen, hier erscheinen sie aber etwas zu sanft. Überrascht hat uns zuletzt Johann Sebastian Bachs „Toccata und Fuge in D-Moll“. Für einen kabellosen, schallunterdrückenden Kopfhörer im niedrigen Preissegment macht der Transit City das richtig gut! Nichts quietscht und fiept und durch gute Dynamik entsteht kein Klangbrei. Alle Höhenlagen der Orgel klingen voll. Natürlich ist die Wiedergabe nicht perfekt. So stört auch hier eine unsichtbare Wand, die den Hörer nicht ganz zur Musik vordringen lässt.

Noise-Cancelling?

Nach dem ausgiebigen Test schalten wir die aktive Schallunterdrückung ein und sind etwas enttäuscht. Verkehrslärm und Musik sind beide vernehmbar, wobei die Außengeräusche im Vergleich zu vorher weniger auffallen. Dennoch haben wir uns mehr erhofft.

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